100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün 1891 - 1991


Pressebericht der Münchberg-Helmbrechtser Zeitung vom 15.01.1991

In 100 Jahren nur zweimal gebrannt/Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün feierte Jubiläum/An Pfingsten Seefest

ALBERTSREUTH - Viel Gutes mögen die 27 Männer aus Albertsreuth und Götzmannsgrün im Sinn gehabt haben, als sie am 11. Januar des Jahres 1891 ihre Freiwillige Feuerwehr gründeten, nur an eines hatten Sie wohl nicht gedacht; dass man an diesem Tag einen hundertsten Geburtstag nicht so feiern kann, wie es sich für eine bayerische Feuerwehr gehört - mit Schauübung und Umzug, Bierzelt und Musik. Und so beging die Freiwillige Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün ihr 100-jähriges Am Freitag zunächst einmal im "erweiteren Familienkreis", mit Feuerwehrkameraden und Ehrengästen aus den umliegenden Gemeinden. An Pfingsten aber, wenn die Wehr heuer zum zehnten Mal ihr Seefest am Förmitzspeicher abhält, wird auch für die Bevölkerung etwas geboten, und dann soll der 100. Geburtstag zünftig gefeiert werden.

Nach der Begrüßung der etwa 80 Geburtstagsgäste durch Kommandant Alfred Schaller aus Götzmannsgrün gab Schriftführer Gerhard Raithel einen Rückblick auf die Geschichte der Wehr. Demnach hatte sie schon im Gründungsjahr ein Gerätehaus und eine handbetriebene Spritze, die bis etwa 1964 in Albertsreuth aufbewahrt wurde, erhalten. 1930 wurde in Götzmannsgrün ein neues Feuerwehrhaus errichtet und eine Motorspritze TS 6/6 angeschafft. 1966 musste das Gerätehaus in Götzmannsgrnü wegen des Neubaus der Straße um einen Meter angehoben und untermauert werden, was von den Feuerwehrkameraden in Eigenleistung ausgeführt wurde.

In die wohl ungewähnlichste Lage ihrer 100-jährigen Geschichte geriet die Feuerwehr 1978, als im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Seulbitz aufgelöst wurde und Albertsreuth zu Weißdorf, Götzmannsgrün zu Schwarzenbach kam. Die gemeinsame Feuerwehr blieb aber bestehen und 1981 konnte in Götzmannsgrün ein neues Gerätehaus eingeweiht werden. Das Erfreulichste an dem Blick in die Vergangenheit ist aber, wie Gerhard Raithel feststellte, dass es in den 100 Jahren nur zweimal in den eigenen Dörfern gebrannt hat; nämlich 1911 in Götzmannsgrün und 1989 in Albertsreuth!

Über die gegenwärte Situation der Freiwilligen Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün berichtete Kommandant Alfred Schaller. Sie zählt monentan 30 Mitglieder, von denen 16 aktiv sind. Leistungsprüfungen werden neben den jährlichen Übungen alle zwei Jahre durchgeführt. Im Zuge der Flurbereinigung konnten der Löschteich in Götzmannsgrün erneuert und fünf Hydranten angelegt werden. Auch die persönlichen Schutzausrüstungen wurden erweitert und zwei Handfunkgeräte angeschafft.

Dritter Bürgermeister Fritz Ruf aus Schwarzenbach überbrachte die Glückwünsche und den Dank des Stadtrates und seines Weißdorfer Amtskollegen Karl Kießling. Der Geist der Kameradschaft und der ständigen Bereitschaft zur Abwehr von Gefahren wirkten sich nach seinen Worten auch positiv auf die Dorfgemeinschaft aus.

Landrat Ewald Zuber lobte die Aktivität und den Ausbildungsstand der kleinen Wehr. Der Erhalt der Ortsfeuerwehren sei bei der Gebietsreform eine richtige Entscheidung gewesen, auch wenn die 179 Wehren im Landkreis eine erhebliche finanzielle Belastung darstellten. Die kleinen Feuerwehren hätten aber ihre Bedeutung längst unter Beweis gestellt, und gerade auf dem Dorf spielten sie auch im gesellschaftlichen Leben eine große Rolle.

Kreisbrandrat Waldemar Ehm wies in seinem Grußwort auf die enorm gestiegene Zahl der Einsätze in den letzten Jahren hin. Mussten die Wehren im Landkreis 1988 noch 486 mal ausrücken, waren es 1990 schon 1.082 Einsätze! Etwa 200 davon waren Brandeinsätze, der Rest technische Hilfeleistungen. Die Schwerpunkte der zukünfigten Arbeit müssen daher eine Erweiterung der Ausbildung und Ausrüstung in den technischen Bereich und eine verstärkte Jugendwerbung sein. Auch Waldemar Ehm bezeichnete den Erhalt der 7.800 bayerischen Ortsfeuerwehren als eine richtige Entscheidung, denn gerade in den ersten Minuten eines Einsatzes seien die genaue Kenntnis der Sachlage und der örtlichen Verhältnisse entscheidend.

 

 

Pressebericht der Münchberg-Helmbrechtser Zeitung vom 25./26.05.1991

5000 Liter aus allen Rohren/Schauübung von 14 Wehren am Pfingstmontag in Götzmannsgrün

GÖTZMANNSGRÜN - Am 11. Januar hatte die Freiwillige Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün ihren 100. Geburtstag und der Jahreszeit entsprechend blieben die Feuerwehrkameraden bei der Jubiläumsfeier unter sich (wir berichteten darüber). Am vergangenen Pfingstwochenende war allerdings auch die Bevölkerung mit eingeladen.

Am letzten Tag des traditionellen Seefestes der Feuerwehr am Förmitzspeicher fand in Götzmannsgrün eine große Schauübung mit 14 Wehren aus der Nachbarschaft statt. Leider unterschied sich nur am Pfingstmontag das Wetter wesentlich vom Januar, und so ließ der Besuch der Schauübung doch zu wünschen übirg, was aber der Stimmung unter den Kameraden der Jubiläumswehr Albertsreuth-Götzmannsgrün kaum Abbruch tat.

Um 8.30 Uhr wurden die Wehren alarmiert - ein Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen am östlichen Ortsrand von Götzmannsgrün war angenommen worden. Schon rund zehn Minuten später waren alle Feuerwehren - die allerdings schon in den Gerätehausern bereit gestanden hatten - am Einsatzort. Während die Ortswehr Albertsreuth-Götzmannsgrün zuerst die Aufgabe der Rettung von Menschen und Vieh übernahm, legten die Schwarzenbacher Ortsteilwehren eine 900 Meter lange Leitung zum Förmitzspeicher. Dabei wurde bewusst auf den üblichen Einsatz des Schlauchwagens verzichtet und die Leitung mit Rollschläuchen hergestellt, was ingesamt etwa eine halbe Stunde in Anspruch nahm. Als sehr nützlich erwiesen sich die beiden Teiche in Götzmannsgrün, und so regneten schon bald aus 16 C-, drei B-, zwei S-Schläuchen und einer Wasserkanone 5000 Liter Löschwasser pro minute auf das "Brandobjekt" herunter.

Kreisbrandinspektor Meinhard Fischer und Kreisbrandmeister Hans Grießhammer dankten bei der abschließenden Besprechung im Festzelt am Förmitzspeicher den etwa 200 Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz am Pfingstmontagmorgen, bei dem eigentlich alles ordnungsgemäß geklappt hat. Sie begrüßten es, dass mit den Feuerwehren aus Weißdorf, Bärlas, Bug und Wulmersreuth auch drei Wehren aus dem Inspektionsbereich II an der Übung teilnahmen.

Kommandant Alfred Schaller aus Götzmannsgrün heiß die übrigen Feuerwehrkameraden aus Schwarzenbach, Hallerstein, Martinlamitz, Förbau, Seulbitz, Förmitz, Gottfriedsreuth, Fletschenreuth und Stobersreuth am Förmitzspeicher willkommen und lud sie nach getaner Arbeit natürlich noch zum Verweilen bei einem Frühschoppen ein.

 

Seefest 2012

Herzlich Willkommen zum Seefest am Förmitzspeicher 2012

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20.05.2012 Einsatzübung Hallerste...
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28.05.2012 Seefest am Förmitzspei...
28.05.2012 Einsatzübung
Löschblättla der Freiwilligen Feuerwehr Albertsreuth-Götzmannsgrün

 

Rauchmelder retten Leben!

Rauchmelder - Lebensretter